SPD will Untertützung von Menschen durch Assistenzhunde fördern

Sibylle Brandt und ihr treuer Begleiter

20. April 2017 | Inklusion

Sozialpolitikerin Waldmann: Tiere leisten wertvolle Dienste und müssen von Krankenkassen finanziert werden

Die SPD-Landtagsfraktion macht sich für den Einsatz von Assistenzhunden zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung oder Krankheit stark. In einem aktuellen Antrag, der heute (19. April) bei einer Pressekonferenz im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde, mahnt die Sozialpolitikerin Ruth Waldmann klare Regelungen für die Finanzierung, die Ausbildung und den Einsatz der Tiere an: „Assistenzhunde können den Alltag von vielen Menschen mit Behinderung ganz erheblich erleichtern. Sie ermöglichen sogar oft erst die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Doch die Kosten werden bislang nicht von der Krankenversicherung oder einem Sozialversicherungsträger übernommen. Das wollen wir ändern!"

Assistenzhunde leisten zahlreiche wichtige Dienste für den Menschen: Sie können darauf trainiert werden, Über- oder Unterzuckerung von Diabetikern oder bevorstehende Anfälle von Epileptikern zu erkennen oder sie unterstützen Menschen mit Bewegungseinschränkungen, etwa durch Multiple Sklerose oder durch eine Conterganschädigung. Außerdem leisten sie Warn- und Signaldienste für Menschen mit einer Hörschädigung. Auch im Haushalt können sie eingesetzt werden: Assistenzhunde öffnen Türen, bringen Gegenstände oder helfen beim Anziehen.

Konkret sollen Assistenzhunde in das Hilfsmittelverzeichnis des Sozialgesetzbuchs V aufgenommen werden. Damit würde ihre Finanzierung ähnlich den Blindenführhunden anerkannt. Wichtig ist Waldmann vor allem die sachgerechte Ausbildung der Tiere durch qualifizierte Trainer, die selbst eine dreijährige Ausbildung durchlaufen haben. Und schließlich fordert Waldmann die Staatsregierung auf, einen möglichst umfassenden Zugang von Assistenzhunden zu öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser oder Theater zuzulassen. Assistenzhunde sollen auch hier Blindenhunden gleichgestellt werden. "Assistenzhunde leisten wertvolle Dienste und sorgen auch für das seelische Wohl des Menschen. Das muss auch honoriert werden", fasst Waldmann zusammen. Daher ist Waldmann auch die Einhaltung der Tierschutzbedingungen für die Assistenzhunde wichtig.

Den Antrag zur Finanzierung und Ausbildung von Assistenzhunden finden Sie hier (PDF, 275 kB) . Er steht am 25. April auf der Tagesordnung der Plenarsitzung.

Die Sozialpolitikerin Ruth Waldmann (rechts) bei der SPD-Pressekonferenz mit Hedi Menge, Vorsitzende des Vereins Assistenzhundewelt und Sibylle Brandt, Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft "Selbst Aktiv" (von links) Assistenzhund reicht Hedi Menge eine Mappe. Sibylle Brandt und ihr treuer Begleiter Sozialpolitikerin Waldmann: Tiere leisten wertvolle Dienste und müssen von Krankenkassen finanziert werden

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